Steht Bwin mittlerweile vor dem Verkauf?

Das der Sportwetten Anbieter Bwin schon seit 2014 zum Verkauf steht ist soweit nichts Neues. Angebote erhielt der schwächelnde Konzern zuhauf. Dies half der strauchelnden Aktie des Buchmachers aus Englisch- Österreichischer Herkunft mit kurzzeitigen Hochs schon erheblich. In letzter Zeit wird häufig laut, ein Verkauf stünde nun kurz bevor. Ist was dran, an den Gerüchten?
 
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Was kocht in der Gerüchteküche?

offer-706848_640 Kurz und knapp lässt sich zusammenfassen, dass die meisten Gerüchte, und mehr sind es derzeit nicht, darauf schließen lassen, dass 888 Holdings, ein erfolgreicher britischer Anbieter, der vor allem mit Online Casino Angeboten im Geschäft ist, kurz davor steht den Kauf von Bwin zu wagen. Hin und wieder werden zwar auch andere Namen genannt die Interesse haben, als wahrscheinlichste Lösung entpuppt sich aber tatsächlich 888. Der Interessent verspricht sich, so Medienberichte, davon erhebliche Effekte der Synergie zwischen den Angeboten. Sowohl Bwin selbst, so es denn unter dem Namen langfristig weiter geführt wird, als auch der Interessent selbst sollen davon profitieren. Dieser Gedanke deutet allerdings darauf hin, dass Bwin tatsächlich als eine Art Handelsmarke fortbestehen soll. 888 Holdings sitzt in Gibraltar und betreibt, unter anderem, die bekannten Dienste:

Bwin in Schieflage – was war geschehen?

Der zum Verkauf stehende Buchmacher litt zuletzt unter starken Einbußen im Umsatz. Sowohl die Zahl der Spieler als auch die aktive Spielzeit der verbliebenen Kundschaft sanken empfindlich. Über Gründe und Hintergründe kann man kaum mehr als Spekulationen anstellen. Allerdings wirken einige Gedankenspiele sehr logisch. Bwin war in den letzten Jahren nie durch die besten Quoten aufgefallen und somit bei regelmäßigen Spielern weniger beliebt als etwa Bet3000 oder Bet365. Die Popularität des Buchmachers, der vermutlich hierzulande einen Bekanntheitsgrad von nahezu 100 Prozent innehat, entsprang einer beispiellosen Werbeflut. Über diese gelang es vermutlich wirklich einige Neukunden zu locken die allerdings, nachdem sie ihre Liebe zu Sportwetten entdeckten, sehr wahrscheinlich früher oder später zu Buchmachern mit besseren Angeboten abwanderten. Bei den meisten Kunden die langfristig bei Bwin bleiben handelt es sich vermutlich um schlechter informierte Gelegenheitsspieler, was den Rückgang der aktiven Spielzeit erklären würde. graph-36929_640

Was hätte Bwin besser machen können?

Vermeidbare Fehler waren es sicherlich, die Bwin begangen hatte. Meines Erachtens wurden schlicht die Zeichen der Zeit nicht rechtzeitig erkannt, als den Buchmachern durch den Glücksspielstaatsvertrag die Möglichkeit geboten wurde die Grauzone der Gesetze zu verlassen und eine Sportwetten Lizenz zu beantragen. Mit Aufkommen dieser Lizenzen verstärkte sich das Engagement anderer Buchmacher auf dem deutschen Wettmarkt enorm. Die Konkurrenz für die deutschen Vorreiter, zu denen Bwin zweifellos gehörte, wurde größer und größer. Je bekannter die Angebote der Konkurrenz wurden, desto schlechter schien Bwin im direkten Vergleich abzuschneiden. Zu dieser Zeit hätte reagiert werden müssen. Bessere Quoten wären genauso angebracht gewesen wie ein besseres Zusatzangebot. Während die Pokerangebote sich noch sehen lassen können scheinen die Casinospiele bei Bwin nicht so ansprechend zu sein, wie die der Konkurrenten. words-416435_640 Auch heute noch scheint Bwin etwas unbeholfen zu sein, wenn es darum geht die Zeichen der Zeit frühzeitig zu deuten. So erfreuen sich derzeit Videospiele zunehmender Beliebtheit und der E-Sport wird als Sport ernster genommen denn je. Damit geht auch ein wachsendes Interesse an Wetten auf den E Sport einher. Während andere Buchmacher längst eigene kategorien eingerichtet haben versteckt Bwin sein, eigentlich akzeptables, Angebot an E- Sport Wetten unter der Rubrik der Spezialwetten. So findet man keine Neukunden, die sich für solch einen Bereich interessieren.
 
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Wenn der Verkauf zustande kommt – Welche Bedeutung hat dies für die Spieler?

Die scheinbar getroffenen Aussagen rund um Synergie- Effekte deuten zunächst nicht darauf hin, dass Bwin vom Netz geht. Durch die Schließung einer Firma oder die Abschaffung einer Marke wurden noch niemals Synergien geschaffen. Freunde des Buchmachers dürfen also, wenn es tatsächlich zum Kauf durch 888 kommen sollte, davon ausgehen auch weiter die Angebote von Bwin nutzen zu können. Der vermutete Käufer zeichnet sich durch einige Erfahrungen am Glücksspielmarkt aus und ist seit Jahren erfolgreich. Wenn 888 seine Hand über Bwin legt könnten einige der oben genannten, aber auch andere Fehler korrigiert werden. Es sind also durchaus positive Auswirkungen für die Kunden von Bwin zu erwarten. Diese können bessere Quoten und ein besser sortiertes, breiteres Angebot an Wetten sein. Vermutlich darf man sich einige Zeit nach dem Kauf als Spieler auch über spezielle Bonus Aktionen freuen, die helfen sollen die inaktiven Nutzer aufzurütteln und zurück zu holen.

Teilschließungen denkbar

Lediglich die Geschäftsbereiche außerhalb der Sportwetten sind keinesfalls als Sicher anzusehen. Da fällt auf Anhieb ein Casino Bereich auf, der gerade bei Walzenspielen keinen echten Spaß erzeugen will. 888 Holding ist jedoch eben in diesem Bereich sehr erfolgreich. Es steht nicht zu erwarten, dass man sich hier mit Bwins momentaner, halbherziger Lösung anfreunden wird. Infrage kommen jedoch auch hier verschiedene Möglichkeiten. Die entsprechenden Bereiche könnten geschlossen, die Nutzer auf die eigenen Angebote umgeleitet werden. Der Casinobereich könnte komplett überarbeitet werden. Nutzerkonten könnten jedoch auch Dienstübergreifend erweitert werden, sodass Kunden von Bwin die sonstigen 888 Dienste mit ihrem bestehenden Account nutzen können. Undenkbar ist so etwas nicht, immerhin haben auch schon andere Firmen, wie beispielsweise Google, Konten zusammengeführt und damit sowohl den Verwaltungsaufwand reduziert als auch die Nutzerfahrung und die Marktforschung verbessert. Die letztgenannte Lösung wirkt jedoch, nach derzeitiger Lage, noch recht unwahrscheinlich. Hier gilt es erst abzuwarten, was der Neustart bei den Sportwetten Lizenzen ergibt und ob auch Glücksspiel weit jenseits der Sport- und Fußballwetten berücksichtigt wird. cube-570703_640

Weshalb wird Bwin kein Einzelfall bleiben?

Bwin ist zwar seit geraumer Zeit beinahe durchgehend in den Medien vertreten, als strauchelnder Buchmacher, doch bei diesem wird es sicher nicht bleiben. Der Markt des Online Glücksspiels hatte in den letzten Jahren einen Boom erfahren und es bildete sich beinahe eine Blase. Wie schon die Dotcom Blase und die Immobilienblase wird auch diese platzen. Zwar mit weitaus geringeren Auswirkungen für die Weltwirtschaft, doch Anleger werden auch hier Geld verlieren. Die Aktie von party.bwin, wie das Unternehmen an der Börse heißt, wird nicht die letzte sein, die eine Achterbahnfahrt durchlebt. Die Gründe hierfür sind denkbar einfach. Über Jahre boomte der Markt. Gerade hierzulande wurde dies durch den Glücksspielstaatsvertrag noch gesteigert. Denn plötzlich waren die Buchmacher für Sportwetten nicht mehr als illegal verrufen und konnten ihr Geschäft auch ohne das Ausnutzen mangelhafter Gesetzgebung in Deutschland offen betreiben. Jene, welche zu Beginn keine Lizenz vom Staat bekamen konnten vermutlich auch schon absehen, dass hier eine Neuregelung unumgänglich sein wird und ein Stück vom Kuchen in Zukunft leichter zu erhalten sein wird. Doch auch dieser Markt hat, wie jeder andere, nur ein bestimmtes Volumen. Sicherlich hat mittlerweile nahezu jeder, der Interesse am Online Spiel hat auch mehrere Nutzerkonnten. Welches davon tatsächlich verwendet wird hängt über lang oder kurz davon ab, bei welchem Anbieter die Spieler sich am wohlsten fühlen. Während bei online Casinos das Design und die Zugänglichkeit eine wichtige Rolle spielen schauen Freunde von Sportwetten auch auf die Quoten und die Angebote zur Kundenbindung. Wer nicht mithalten kann wird mit der Zeit als Buchmacher Nutzer verlieren, wie bei Bwin geschehen. Die großen werden die kleinen, ins straucheln geratenen, aufkaufen und nach eigenem Erfolgsrezept sanieren oder ins eigene Angebot eingliedern. Bwin ist nur der medienwirksame Beginn eines reinigenden Gewitters. Vor allem in Deutschland wird sich die Situation noch zuspitzen, sollte bei der Neuregelung der Sportwetten Lizenz- Vergabe entschieden werden, dass eine zahlenmäßige Beschränkung der Anbieter abgeschafft wird. Denn dann wird die Konkurrenz noch um einiges härter werden.

Welche Auswirkungen wird das alles haben?

Nach turbulenten Zeiten, die sicherlich über einige Jahre andauern werden, finden Spieler dann endlich wieder einen aufgeräumten und übersichtlichen Markt für online Glücksspiel vor, bei dem das Angebot einen nicht durch die Masse erschlägt. Allerdings ist dann langfristig auch die Gefahr gegeben, dass es wenige Anbieter gibt, die sich praktisch ein Monopol teilen. Schlechtere Quoten und weniger Großzügigkeit bei Themen wie Sportwetten Bonus und Free Bets können nicht ausgeschlossen werden. Für Panik diesbezüglich ist es allerdings deutlich zu früh. Zum jetzigen Zeitpunkt vermag keiner das Kräfteverhältnis in einigen Jahren realistisch abzuschätzen.

Fazit – Was denke ich über Bwin und die Verkaufsgerüchte?

Ein Verkauf von Bwin käme wahrlich nicht überraschend. Vermutlich wäre die 888 Holding ein guter Kandidat, der über das Know How verfügt den strauchelnden Buchmacher wieder tatsächlich Wettbewerbsfähig zu machen. Wenn dieses Gerücht sich als unwahr erweisen sollte, dann wird eben der nächste Interessent den Zuschlag erhalten. Ob dieser dann ähnlich gut qualifiziert wäre bleibt abzuwarten. Mehr Neugierde rechtfertigt der Verlauf des gesamten Marktes in den nächsten Jahren. Hierbei wird die deutsche Politik, mit ihrer Neuregelung des Glücksspielstaatsvertrags, die bis 2019 vollendet sein sollte, noch einen erheblichen Einfluss darauf haben welche Einnahmen die Buchmacher zumindest hierzulande verzeichnen können und welche Kosten, etwa für die auferlegte Bekämpfung von Spielsucht, im Gegenzug entstehen. Ein schneller Verkauf wäre vermutlich ein großer Vorteil für alle beteiligten. Denn momentan scheint Bwin mit jedem Monat ohne Käufer weitere aktive Kunden und Umsätze zu verlieren. Eine erfolgreiche Anpassung des Angebots, an die Erfordernisse des Marktes scheint immer schwieriger zu werden je später ein neuer Eigentümer das Ruder übernimmt. Ein weiterer Verlust von Marktanteilen kann vermutlich leichter verhindert werden als diese später zurückgewonnen werden könnten. Die Spieler hätten dabei höchstens positives zu erwarten. Eine Schließung des Portals scheint beinahe ausgeschlossen.