Erfundene Fußballspiele und die Millionengewinne – die Masche der Wettbetrüger

Ein unschönes Thema, für jeden Freund von Fußballwetten oder Sportwetten im Allgemeinen ist immer dass, des Wettbetrugs. Populär in den Medien platziert waren vor allem die Bestechungen von Schiedsrichtern und Spielern aus der Bundesliga. Allerdings muss ein Betrug gar nicht so auffällig und aufwändig stattfinden. Es reicht schon einen Hacker einzusetzen und darauf zu vertrauen, dass die Wettfreunde nicht sehr gut informiert sind.

Die Betrugsmasche

Um solch einen Betrug durchzuführen werden Sportwettenfreunden und Wettanbietern gleichermaßen Fußballspiele vorgegaukelt, die so nicht stattfinden. Technisch ist dies teilweise nicht allzu schwierig. Es genügt sich in die Internetauftritte zweier kleinerer Fußballvereine zu hacken und dort Termindaten und Newsmeldungen zu einem Spiel zu hinterlegen, dass es nicht gibt. Geschieht dies besonders klug und glaubwürdig, dann kann es auch gelingen kleinere Wettanbieter mit weniger guten Sicherheitsmaßnahmen dazu zu bewegen diese Falschmeldungen nicht als solche zu entlarven sondern die vorgespielten Partien erst einmal ins eigene Wettprogramm aufzunehmen. Hierfür bedarf es einiger Grundvoraussetzungen, um den Betrug zum Erfolg zu werden zu lassen. Ein Wettbetrüger muss sich zwei kleinere Vereine suchen, bei denen es nicht weiter wundert, wenn eine Partie nirgends in den Medien genannt
Moderne, digitale Zeiten - auch Betrug wird erleichtert.

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wird sondern lediglich auf den Websites der entsprechenden Vereine. Auch die Sicherheitsvorkehrungen und die Pflege der Websites selbst müssen eher schwach sein. Alternativ kann ein Webmaster bestochen werden um zu erreichen, dass vereinsintern keine Unregelmäßigkeiten auffallen. Während die Partie dann angeblich stattfindet ist es, aus Sicht der Wettbetrüger, absolut sinnvoll Meldungen zum aktuellen Verlauf der Partie zu publizieren. Dies gibt dem Betrug eine gewisse Detailtiefe, welche kritische Blicke erste einmal beruhigen dürfte. Da das ganze Spiel und somit auch der Verlauf, frei erfunden sind ist es ein leichtes das gewünschte Ergebnis zu erhalten. Natürlich müssen auch einzelne Buchmacher dazu gebracht werden die Partie in ihr Wettprogramm aufzunehmen. Wie genau dies vonstattengeht ist nicht immer ganz klar. Entweder der Betrug ist so klug inszeniert, dass die bei den Buchmachern für die Datenerhebung verantwortlichen Personen selbst auf die Partie aufmerksam werden oder es wird ein Angestellter beim Buchmacher direkt bestochen. Wenn dann noch weitere Buchmacher das Angebot kopieren, da man der Konkurrenz ja in nichts nachstehen möchte, dann ist der Betrug perfekt gelungen.

Sicherheitsvorkehrungen der Buchmacher

Eigentlich ist es ja so, dass die Buchmacher die Wetten im Angebot ständig überprüfen. Dies geschieht nicht maschinell sondern durch einen Datenscout. Dessen Aufgabe ist es einerseits die einzelnen Partien für das Wettprogramm ausfindig zu machen und andererseits Ergebnisdaten zu verarbeiten und auch die Richtigkeit aller erhobenen Daten zu garantieren. Wird solch ein Scout erfolgreich bestochen, dann sind Betrügern dieser Art Tür und Tor geöffnet. Der Grund dafür, dass ein Spieler mit zum Opfer solcher Betrüger wird und unter Umständen auf eine Begegnung wettet, die gar nicht stattfindet ist der, dass kleine unsichere Buchmacher gewählt werden. Zwar ist zu den internen Sicherheitsvorkehrungen der Buchmacher nicht viel bekannt, da diese natürlich Wert darauf legen die Maßnahmen geheim zu halten, es ist jedoch davon auszugehen, dass große Buchmacher wie bet365 oder Bwin beispielsweise die Daten eines Datenscouts von mindesten einem weiteren überprüfen lassen, was kleinere Buchmacher eventuell so nicht machen. Insgesamt sind naturgemäß natürlich auch automatische Sicherheitsvorkehrungen bei den ganz großen des Geschäfts besser ausgebaut als bei kleinen Buchmachern, die entsprechende Mittel teils nicht zur Verfügung haben.
 
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Wie schützt man sich am besten bei der Abgabe einer Fußballwette?

Wer gerne hin und wieder eine Fußballwette platziert und sicher sein möchte nicht auf ein Spiel zu setzten, welches gar nicht stattfindet, der kann sich vergleichsweise einfach absichern. Zum einen empfiehlt es sich auf Testberichte zu Wettanbietern zuzugreifen und schon bei der Wahl des Buchmachers keinen Fehler zu begehen. Denn Erfahrungsberichte können schon im Vorfeld mögliche Probleme mit Buchmachern aufdecken und Kummer für die Zukunft ersparen. Wird ein Buchmacher schlecht bewertet oder in den Testberichten gar nicht erst berücksichtigt, dann empfiehlt es sich einen anderen Dienstleister zu wählen. Ausgeschlossen ist ein Betrug im ganz großen Stil dann zwar noch immer nicht, es ist jedoch deutlich unwahrscheinlicher einem solchen aufzusitzen. Auch bei der Auswahl der Fußballwetten kann man sichergehen dass dieser Betrug nicht hier nicht funktioniert. Wettet man auf die Begegnung zweier Vereine, die Aufmerksamkeit in den Medien haben, dann funktioniert solch ein Betrug nicht. Ein Beispiel: Hierzulande wäre es sehr einfach ein Spiel der Kreisklasse zu fingieren. Teils berichten nicht einmal die regionalen Tageszeitungen mit mehr als einer Randnotiz von diesen Spielen. Dass sich im Internet keine Informationen dazu finden lassen verwundert also niemanden. Die Freundschaftsspiele der ersten und zweiten Bundesliga hingegen bekommen auf jeden Fall Aufmerksamkeit, und sei es nur durch sehr spezielle Nachrichtenportale. Es wäre also sehr verwunderlich wenn hier ein solcher Betrug versucht werden würde. Denn es schauen einfach zu viele andere Menschen hin, was diese Vereine machen. Dasselbe gilt auch für das Ausland. Hierbei ist es auch stark abhängig davon welchen Stellenwert der Fußball im jeweiligen Land einnimmt. Wird Fußball, wie hierzulande, als Volkssport zelebriert, dann ist die Anzahl der Partien, welche für Betrüger infrage kommen praktisch bei null. In Ländern wie der USA, um einmal ein größeres Land zu nennen, in dem Fußball eine eher untergeordnete Rolle spielt, verwundert es keinen wenn ein Freundschaftsspiel kleinerer Clubs keine mediale Aufmerksamkeit bekommt.

Besonders gefährdete Partien

Natürlich muss sich bei der Abgabe von Sportwetten niemand auf Erst- und Zweitligisten beschränken. Der oft zitierte „Gesunde Menschenverstand“ genügt eigentlich vollkommen um das Risiko eines Betrugs deutlich zu minimieren. Gefährdungspotential ist vor allem dort gegeben, wo sich möglichst viele Faktoren häufen, die einen Betrug erleichtern. Dort wo wenig öffentliche Aufmerksamkeit für Freundschaftsspiele, beschränkte Computersicherheit und eine eingeschränkte mediale Infrastruktur aufeinandertreffen ist das Gefahrenpotential am höchsten. Wenn die Regionen dann auch noch über einen zweifelhaften Ruf in Sachen Bestechung verfügen ist besondere Vorsicht geboten. Dies trifft beispielsweise auf Fußballpartien in den Ländern des ehemaligen Ostblocks zu. Doch auch in regionalen Afrikanischen Ligen kann solch ein Potential erkannt werden. Im Zweifelsfall sollte man auf einen Tipp bei solchen Partien verzichten, wenn er nicht bei allen Buchmachern gelistet ist.

Die jüngste Geschichte des Wettbetrugs mit erfundenen Partien

Das jüngste Ereignis dieser Art lag in Weißrussland und betraf ein angebliches Freundschaftsspiel zwischen den Vereinen FC Slutsk und Shaktar Soligorsk. Damit kamen einige der oben genannten Faktoren zusammen. Dieser, erst im Jahr 2015 stattgefundene, Wettbetrug betraf unter anderem den Buchmacher Sbobet, der vor allem am Asiatischen Markt und bei Profiwettern sehr beliebt ist. Hier waren sogar Livewetten auf die Partie möglich, was zeigt wie detailliert die Daten zum Spiel gewesen waren. Denn um eine Livewette zu ermöglichen müssen ständig Spielereignisse aufzeigbar sein. Begünstigend hierbei war vermutlich die Tatsache, dass der Buchmacher Sbobet in Asien sitzt und somit etwas weiter entfernt vom Geschehen ist, als die hier großen Anbieter.
 
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Was wenn beim Tippen auf eine Fake- Partie Geld verloren wurde?

Zunächst einmal wird der Einsatz natürlich auch dann vom Wettkonto verschwunden sein, wenn man einer solchen Partie aufgesessen ist, die gar nicht stattfand. Sollte später bekannt werden, dass es sich um einen Wettbetrug handelte, dann empfiehlt es sich Kontakt zum Buchmacher aufzunehmen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass ein großer Buchmacher den Einsatz wieder dem Wettkonto gutschreibt. Schon alleine aus Gründen des guten Rufs, den natürlich kein Buchmacher verlieren möchte. Sollte der Buchmacher hierzu nicht bereit sein kann natürlich Anzeige erstattet werden. Allerdings wäre es schon sehr überraschend wenn dies nötig wäre. Rechtlich besser ist man dann aufgestellt, wenn der Buchmacher eine deutsche Wettlizenz hat. Sogar die freiwillige Gutschrift, welche ohnehin schon fast sicher ist, wird dann noch wahrscheinlicher, da der Buchmacher diese Wettlizenz sicherlich nicht durch Unregelmäßigkeiten verlieren möchte. Buchmacher mit deutschen Lizenzen sind zum Beispiel folgende:

Die Verlierer sind vor allem die Buchmacher

Schlechter sieht es für die Buchmacher selbst aus. Diese stehen zuerst auf der Verlier- Seite. Denn Gewinne müssen sie erst einmal auszahlen, auch dann wenn die Partie sich als Betrug herausstellt. Dies ist vom Gesetzgeber so geregelt.
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Millionenverluste durch gestellte Spiele sind möglich

Zwar können die Buchmacher die Gewinne im Nachhinein noch anfechten, ob dies jedoch aus Imagegründen ratsam ist, ist eine andere Frage. Sicherlich macht es kein besonders gutes Bild wenn ein Buchmacher negativ in den Schlagzeilen erwähnt wird weil er einem Wettbetrüger aufgesessen ist und dann noch Gelder von unbeteiligten zurückfordert. Auch die Strafverfolgung der Betrüger macht meist wenig Hoffnung auf eine Entschädigung. Entsprechende Banden sind meist international organisiert und sitzen selbst in Ländern, in denen die Strafverfolgung stark erschwert wird. Auf Dauer hilft es vermutlich nur die Sicherheitsvorkehrungen strenger zu gestalten und als Buchmacher möglichst viele interne Kontrollinstanzen zu installieren. Den Schaden tragen dann leider wieder die Spieler, welche diese absolut notwendigen Kosten in Form leicht verschlechterter Quoten zu spüren bekommen.

Fazit zu Wettbetrug mit erfundenen Fußballspielen

Den durchschnittlichen Wettfreund braucht das Thema beinahe nicht zu kümmern. Denn eine erfundene Begegnung zweier bekannter Vereine wird es kaum geben. Allenfalls wenn man auf Spartenvereine tippt ist zur Vorsicht geraten. Unter Umständen wäre es auch vonseiten der Buchmacher klug lieber nicht jedes Spiel zu präsentieren sondern nur solche, die eine gewisse Aufmerksamkeit verdienen. Allerdings ist dies kaum möglich so lange es ein entscheidender Faktor im Wettbewerb ist ein breiteres Angebot zu haben als die Konkurrenz.
 
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