Football Leaks – Der Fußball hat sein eigenes kleines Wiki Leaks

Alle Fußballfans und Freunde von Sportwetten, insbesondere von Fußballwetten sollten sich einmal ernsthaft mit dem Portal Football Leaks auseinandersetzen. Hier werden recht ausführlich Interna aus der Fußballwelt ans Licht gebracht, die sicherlich hin und wieder auch Verwendung für die eine oder andere Fußballwette finden dürften. Allerdings ist auch hierbei Achtung geboten, wie später erklärt wird. Da dieses Portal allerdings vielen noch nichts sagt ist es an der höchsten Zeit es im Folgenden einmal genauer vorzustellen.

Football Leaks – Das Wiki Leaks des Fußball Sports

Wiki Leaks sollte beinahe jedem ein Begriff sein, der aktuelle Nachrichten vor einiger Zeit verfolgte. Wiki Leaks wurde dadurch bekannt, dass Gründer Julian Assange (und weniger bekannte Partner des Mannes) ein Portal führte, welches helfen sollte vermeintliche Geheimnisse an die Öffentlichkeit zu bringen. Berühmt wurde das Portal vor allem durch einige prekäre Enthüllungen um das Vorgehen der US-Armee. Doch auch schon zuvor leakte das Portal regelmäßig Informationen, bei denen die reguläre Presse scheinbar versagte. Football Leaks setzt den Hebel nun seit November des vergangenen Jahres an gleicher Stelle an. Geheime, oder zumindest nicht öffentlich präsentierte, Vorgänge und Unterlagen werden der Öffentlichkeit ungefiltert zugänglich gemacht. Dies betrifft beispielsweise die Vertragsunterlagen mit all ihren Klauseln, die ein Fußballspieler beim Wechsel zu einem anderen Verein unterschreibt. Damit haben Interessierte Fans oder Wettfreunde stets vollen Einblick, auch in Rahmenbedingungen von Verträgen. Football Leaks und Wiki Leaks haben nicht von ungefähr den selben Part „Leaks“ im Namen. Dieses heißt so viel wie „Leckt“ im Sinne eines lecken Schiffs oder, im Zusammenhang übersetzt „deckt auf“.

Football Leaks deckt auf – Ronaldo nicht teuerster Spieler aller Zeiten

Unter Anderem deckte Football Leaks jüngst auf, dass die Jahre andauernde Annahme, Ronaldo sei der teuerste Fußballspieler der Welt, bewusst falsch lanciert worden sein könnte. Während die vertraglichen Gegebenheiten im Falle Ronaldos bislang klar zu sein scheinen, zumindest wurde hier nichts weiter aufgedeckt, und eine Summe von 94 Millionen Euro im klar kommuniziert wurde, als Ronaldo von Manchester nach Real Madrid wechselte, wurde dies wohl später bei Gareth Bale anders gehandhabt.  
Cristiano Ronaldo - Freistoß

Cristiano Ronaldo in typischer Pose bei einem Freistoß.

Öffentlich nannte man hier auf der Seite Tottenhams stets eine Ablösesumme von 91,59 Millionen Euro, was unter dem Spitzenwert gelegen hätte, den man für Ronaldo hingelegt hatte. Football Leaks veröffentlichte dann aber Jahre später das scheinbar vollständige und echte Vertragswerk, welches beim Wechsel von Bates aufgesetzt wurde. Dieses umfasst nicht nur 6 stolze Seiten, es enthält auch eine Klausel, die vorschreibt welche Summe Tottenham später den Medien nennen wird. Außerdem enthält es vier Raten von jeweils knapp 25 Millionen Euro und einen Solidaritätszuschlag von etwas über einer Million Euro. Demnach hätte sich in der Realität ein Kostenfaktor von genau 100.759.418 Euro in der Summe ergeben, was Bates zum teuersten Spieler der Welt macht und Ronaldo diesen Titel kostet.
Gareth Bale - Nationalmannschaft

Gareth Bale

Im Zusammenhang wird vermutet, dass man bei Real Madrid nicht versehentlich Ronaldo verprellen wollte, indem man ihm das Etikett wegnimmt, teuerster Spieler der Welt zu sein, und stattdessen Bates anhängt.

Football Leaks und die Echtheit der Dokumente

Dabei wurde die Echtheit der Dokumente zu diesem und noch vielen weiteren Leaks ähnlicher Natur, die man auf Football Leaks leicht einsehen kann, noch nicht bestätigt. Und hier liegt auch die Gefahr der Plattform Football Leaks. Letztendlich werden hier Informationen veröffentlicht, deren Echtheit vorher niemand überprüft. Erst im Nachhinein, wenn dann Journalisten oder Verbände sich der Sache annehmen, kann, wenn überhaupt, geklärt werden, ob es sich hierbei um eine wahrheitsgetreue Information handelt oder nicht. Der Schaden kann in manchen Fällen aber dann schon angerichtet sein, wenngleich sich ein Ronaldo wegen ein paar weniger Millionen sicher nicht schlechter im Ansehen der Fans schlagen wird. Dennoch kann auch hier eine deutliche Parallele zwischen dem Vorbild Wiki Leaks und Football Leaks gezogen werden. Eben, weil Informationen uingeprüft und ungefiltert in die Öffentlichkeit gelangten wurde Wiki Leaks von mancher Stelle harsch kritisiert, wenngleich dort auch Sicherheitsbedenken mitspielten, etwa dann wenn Terrorosten Informationen zu laufenden Operationen in die Hände bekämen. Falsche Anschuldigungen, etwa was Regelverstöße angeht, könnten den Ruf einzelner Spieler oder ganzer Vereine aber irreparabel schädigen, auch wenn es sich bei Football Leaks „nur“ um Informationen zum Sport handelt.

Eine weitere Enthüllung – Twente Enschede und die FIFA Richtlinien

fifa-world-cup fußball So hat der Verein Twente Enschede es einer Enthüllung bei Football Leaks zu verdanken, dass er wegen eines Verstoßes gegen die FIFA Richtlinien in Bezug auf Transfers für drei Jahre aus dem Europapokal ausgesperrt wurde. Diese Enthüllung erwies sich zwar als richtig, hätte aber auch dann einen irreparablen Image Schaden zur Folge gehabt, wenn sie falsch gewesen wäre. Bei der Verletzung von Bestimmungen für Transfers hatte ein Investmentfond seine Finger im Spiel. Nach Aussagen von Football Leaks selbst, die aber ihrerseits nur aus anonymen Interviews stammen, sind die Machenschaften solcher Investoren, die den Sport vor allem im Heimatland, dem die Football Leaks Gründer scheinbar entstammen, eines der Hauptziele der Plattform Football Leaks. Diese Investment Firmen unterwandern den Sport mit Korruption, Geldwäsche und undurchschaubaren Tricksereien, wie im selben Interview zusammengefasst ausgesagt wurde.

Was sind die Ziele von Football Leaks?

Als Ziel gibt Football Leaks an, den Sport durch (aufgezwungene) Transparenz von allerhand Machenschaften zu befreien und damit wieder rein werden zu lassen. Neben Investment Firmen, allen voran die Doyen Sports Group, die in Enschede verwickelt war und sonst, beispielsweise mit Erpressungsvorwürfen, mächtig Stimmung gegen Football Leaks zu machen versucht, sind auch geheime Nebenvereinbarungen in Vertragswerken ein Ziel von Football Leaks. Deren Aufdeckung sei, so wird Football Leaks zitiert, notwendig, weil das heutige Maß an Geheimhaltung eine Unverschämtheit den Fans gegenüber sei. Eben solch eine Vereinbarung und der Inhalt des Vertrages, der nicht mit dem übereinstimmte was offen kommuniziert wurde, waren der Grund für den Ronaldo Leak. Gänzlich davon ausgehen, dass alle Informationen, die Football Leaks preisgibt auch der Wahrheit entsprechen, kann man trotz einiger stimmiger Beispiele nicht. Dabei ist es unerheblich, ob die Gründer nun hehre Ziele als Motivation angeben oder aus anderen Gründen als Whistleblower auftreten. Die Qualifikation echte von unechten Dokumenten zu unterscheiden ist bei den Betreibern der Plattform nicht nachgewiesen, so lange diese aus Angst vor Verfolgung im Verborgenen bleiben.

Macht Football Leaks etwas Illegales?

Vorwürfe gegen Football Leaks, die nicht zuletzt vom Hauptgegner, der Doyen Sports Group, in Umlauf gebracht werden gab es schon viele. Neben Erpressung zählt auch der illegale Weg der Daten-Beschaffung über das Hacken fremder Computer und die Verletzung des Bankgeheimnisses auf der Liste der Vorwürfe. Auch diese sind nicht zu bestätigen oder zu entkräften, bis sich die Macher von Football Leaks der Öffentlichkeit präsentieren und Auskunft erteilen. Vermutlich wird es erst Aufschluss zur Rechtslage geben, wenn die Drahtzieher sich und ihre Methoden eines Tages vor Gericht offen offenlegen müssen. Fest steht jedenfalls, und dies kann man den Newsmeldungen dieser Tage überall entnehmen, dass Football Leaks keinesfalls einen Stopp neuer Enthüllungen eingeplant hat. Das vorhin schon erwähnte Interview gibt Aufschluss darüber, dass sich wohl noch über 500 Gigabyte an Dokumenten im Besitz der Plattform befinden. Diese werden wohl nach und nach auf Ungereimtheiten und versteckte Absprachen durchsucht und, sobald man fündig wurde, ins Netz gestellt.

Football Leaks und Sportwetten – Wofür kann man das Portal nutzen?

Es gibt durchaus Informationen auf dem Portal die, vor allem so lange sie neu sind, etwas Potential für Sportwetten bieten. Liest man beispielsweise in einem Vertrag, dass sich ein Verein ein Vorkaufsrecht für einen Spieler einräumen hat lassen, dann dürfte eine Spezialwette zu Wechselgerüchten weniger unvorhersehbar erscheinen, als vorher noch. Allerdings ist davon auszugehen, dass auch die Buchmacher recht genau über Veröffentlichungen auf Football Leaks Bescheid wissen. Dementsprechend können sie beispielsweise angebotene Wetten gemäß ihrer AGB widerrufen. Dauerhaft erlauben wird sich dies vermutlich keiner der seriösen Buchmacher. Eher ist zu erwarten, dass die Buchmacher ein genaues Auge auf die Dokumente werfen und in Zukunft ihre Quoten recht schnell anpassen. Für Wetten ist das Newsportal, welches einfach nur auf einer simplen WordPress Installation beruht, also weniger geeignet, als man zunächst annehmen sollte. Wer sein Glück dennoch versuchen will, der sollte bei den bekannten Buchmachern Tipico, Bet365 und Bet3000 immer wieder nach Transferwetten sehen. Denn dort sind diese oft im Angebot.
 
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Mein Fazit zu Football Leaks

Meine persönliche Meinung zu Football Leaks ist eine gemischte. Einerseits kann eine derart unkontrollierte Informationsquelle, die nicht unbedingt journalistische Sorgfalt walten lässt, zur Gefahr für einen ganzen Sport und seinen Ruf werden. Andererseits hat Football Leaks bislang recht gut gezeigt, dass an Anschuldigungen sehr wohl etwas dran sein kann. Und wenn es um die Seriosität im Profifußball tatsächlich so schlecht steht, wie die Macher der Seite behaupten, dann ist es an der Zeit für ein reinigendes Gewitter. Und dieses könnte Football Leaks tatsächlich herbeiführen. Das es um die Rechtschaffenheit im Sport nicht immer zum Besten steht zeigt nicht zuletzt der Bestechungsskandal um die WM in Deutschland und die sonstigen Vorgänge innerhalb der FIFA selbst, die dermaßen mit der eigenen Schmutzwäsche beschäftigt scheint, dass sie unmöglich den Sport ohne eine Kraft wie Football Leaks sauber halten kann.
 
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