Der Bet-at-Home Chef Michael Quatember steht Rede und Antwort

Einige interessante Äußerungen um die Zukunft von Online Sportwetten im Gesamten und seiner eigenen Firma im Besonderen hat Bet-at-Home Vorstand Michael Quatember der „Welt am Sonntag“ gegenüber geäußert. Dabei ging es um die zu erwartenden Entwicklungen im Sportwetten Markt international und in Deutschland, um Probleme die Bet-at-Home sieht und um die Pläne des Buchmachers für die Zukunft. Die wichtigen und interessanten Äußerungen habe ich im Folgenden für den Leser zusammengefasst und analysiert.

Bet-at-Home

Bet-at-Home erwartet starkes Wachstum im Online Wetten Geschäft

Insgesamt erwartet Bet-at-Home für sich selbst und den gesamten Markt auch in den kommenden Jahren starkes Wachstum. Doch Michael Quatember warf hier nicht mit Floskeln um sich, welche beispielsweise Investoren gerne hören, er konnte dies auch begründen. Als Grund für das zu erwartende Marktwachstum gab er demografische Hintergründe an. Dies beschreibt die Alterszusammensetzung unserer Gesellschaft. Der Bet-at-Home Vorstand verwies darauf, dass die eigene Kundschaft des Buchmachers im Großen und Ganzen im Alter zwischen 18 und 40 Jahren ist und das Interesse an Online Wetten auch im höheren Alter nicht verlieren würde.

 
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Was wollte der Buchmacher Chef damit ausdrücken?

Die Aussage klingt ja nun schon logisch. Doch was genau wollte der Bet-at-Home Vorstand uns damit sagen? Ganz einfach. Über 40 fängt heute das Alter an, in dem die Affinität zum Internet noch nicht in jedem Fall gegeben ist. Je älter die Leute, desto weniger haben sie im Allgemeinen mit Glücksspiel zu tun. Selbst wer dem Hobby eigentlich nicht abgeneigt ist wird sich ab einem gewissen Alter eher in stationäre Shops, an Oddset oder einfach an ein Casino im Ort wenden.

Diese imaginäre Altersgrenze verschiebt sich allerdings dank denen, die mit dem Internet aufwachsen, Jahr für Jahr nach hinten. Die heute 40-jährigen werden auch in einem Jahr noch mit dem Internet zurechtkommen. Gleichzeitig wird ein Jahrgang volljährig. Die potentielle Kundenbasis wird also die kommenden zwei Jahrzehnte naturgemäß wachsen, für Online Buchmacher. Besonders gewaltig schätzte Herr Quatember dieses Potential im Übrigen für die kommenden 10 Jahre ein. Ich persönlich wäre da sogar noch ein wenig optimistischer.

Die Bet-at-Home Erwartungen für Deutschland

Noch höher schätzte der Bet-at-Home Chef die Möglichkeiten rein für den deutschen Markt ein, auf dem der Buchmacher sehr aktiv ist. Hier ließ er verlauten, dass Deutschland im Vergleich zu anderen Märkten ja noch sehr viel Nachholbedarf habe. Als Beispiel führte er England an. Den Fokus legte er eben auf etablierte Wettmärkte als Vorbild.

Bet-at-Home selbst über Vorstand Michael Quatember.

Hat Deutschland Nachholbedarf?

Hier sehe ich selbst die Situation etwas kritischer. Zwar ist klar erkennbar was gemeint ist. Hierzulande hat man die Sportwetten im Internet gerade erst aus dem Grau des gesetzlosen Raums in die Legalität geholt. Formal ist man gerade mit einer neuerlichen Umgestaltung des Glücksspielstaatsvertrags sogar noch dabei. In anderen Märkten wie England haben Wetten hingegen eine lange legale Tradition.

Zwar stimmt dies. Doch aus einem vernünftig regulierten Markt wird meiner Ansicht nach nicht gleich Tradition. Sicher wird es dem Sektor helfen, wen endgültig alle Formalien erledigt sind und auch dem letzten klarwerden muss, dass Sportwetten nun absolut legal sind. Ob der deutsche Markt aber je an Englands Tradition anknüpfen können wird, das wage ich zu bezweifeln. Zumal Sportwetten beispielsweise via Oddset bereits viel länger legal verfügbar sind. In die DNA eines ganzen Volkes übergegangen, wie man es von England beinahe sagen kann, sind sie dennoch nicht.

Die jüngsten Geschäftszahlen bei Bet-at-Home – Anleger haben Grund zur Freude

Auch zu aktuellen Geschäftszahlen von Bet-at-Home war zu lesen. Der Buchmacher generierte mit 4,6 Millionen Kunden einen dicken Batzen Umsatz. Immerhin 112,9 Millionen Euro waren dies im letzten Jahr. 31 Millionen konnten nach Steuern als bleibender Gewinn verbucht werden. 30 Prozent hiervon, soviel am Rande, wurden auf mobilen Endgeräten umgesetzt wie der Chef verriet.

Bet-at-Home

Für Anleger war Bet-at-Home zuletzt insgesamt eine Goldgrube.

Die Anleger konnten sich freuen. Der Buchmacher wird am SDax gehandelt. Seine Aktionäre bekamen neben 2,50 Euro Dividende für jede Aktie auch eine Sonderausschüttung von 5 Euro. Weitere solcher Sonderausschüttungen sind nicht auszuschließen, wie der Chef betonte. Allerdings, soviel möchte ich hier hinzufügen, hätte dies wohl jeder gute Vorsitzende einer Firma so geäußert um die Aktionäre positiv zu stimmen.

Was läuft in Deutschland falsch, Herr Quatember?

Probleme sah der Bet-at-Home Mann aber auch in Deutschland. Und dies trotz voranschreitender Regulierung des Marktes. Diese käme zwar voran, was grundsätzlich auch positiv ist. Dennoch ist die deutsche Herangehensweise aus Sicht des Buchmachers nicht gut genug. Es bleibe die Grundproblematik bestehen, die es im deutschen Modell schon immer gegeben habe. Speziell bei Online Casinos fehle es noch immer an einer sinnigen Regulierung. In anderen Gebieten sind zu starre Limits und deshalb ein zu unattraktives Wettprogramm gegeben, als dass man Kunden restlos an der Abwanderung zu unregulierter Konkurrenz hindern könnte.

Die üblichen Fehler in Deutschland

Beinahe möchte man bei diesen Ansichten zu den Problemen der deutschen Regulierung sagen „das Übliche eben“. Tatsächlich ist es so, dass auch die EU bereits harsch auf die Mängel bezüglich der Casinos hingewiesen hat. Und recht sicher wird hier nachgearbeitet werden müssen.

Was die Bedenken wegen zu langweiliger Wettprogramme angeht kann ich persönlich nur bedingt zustimmen. Viele Buchmacher Tests ergeben derzeit ein recht abwechslungsreiches Programm.

Was plant Bet-at-Home neues für die Spieler?

Und tatsächlich plant wohl auch Bet-at-Home sein Programm noch weiter auszubauen. Dies verriet der Vorsitzende in der Sonntagszeitung. Vor allem Unterhaltungswetten und eSport wolle man sich mehr öffnen. Bet-at-Home Kunden dürfen sich künftig also wohl in diesen Bereichen über mehr Auswahl freuen.

Tolle Pläne

Ich finde diese Pläne gut. Ob sie letztendlich für den Buchmacher aufgehen muss sich zeigen. Grundsätzlich finde ich ein klares Bekenntnis zu mehr eSport Wetten allerdings gut. Derzeit scheint es ja noch so, als würde jeder einen klaren Trend sehen aber keiner wolle ihn befolgen. Bleibt zu hoffen, dass es Bet-at-Home ernst meint und etwas mehr als das übliche Engagement in diesem Sektor zeigt. Vielleicht wird dies der Startschuss, dem dann auch andere Anbieter folgen müssen.

Unterhaltungswetten sind immer eine spaßige Angelegenheit. Und hier könnte ich mir einen deutlichen Effekt für den Buchmacher vorstellen. Auch dann, wenn diese nicht gespielt werden sollten kann der Anbieter mit guten Unterhaltungswetten sicher immer wieder von sich Reden machen. Es gibt teilweise keine bessere Werbung, als wenn diese oder jene lustige Wette in den Massenmedien erwähnt wird. Ich denke hier befindet der Buchmacher sich auf einem guten Pfad für die Zukunft.

 
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Der Bet-at-Home Vorstand plaudert in der Zeitung – Mein Fazit

Insgesamt finde ich, dass die Informationen einen teils interessanten Einblick gewähren. Und vieles, was gesagt wurde, lässt sich nachvollziehen. Größtenteils lassen sich Äußerungen sogar so gut erklären, dass man kaum anders kann als zuzustimmen. Lediglich die Erwartungshaltung der deutsche Markt solle zu England etwas aufschließen sehe ich doch als überzogen an. Und all jenes, was Aktionäre lesen könnten, setze ich im finanzieller Hinsicht doch eher in Klammern, wenn der Vorstand selbst es äußert.

Positiv sehe ich auch die winzigen Einblicke in die Zukunftspläne bei Bet-at-Home. Nun sollten diese aber konsequent umgesetzt werden. Ein oder zwei weitere eSport Wetten sind beispielsweise nicht das, was ich mir nach diesen Aussagen erhoffen würde. Da muss schon ein echtes Bekenntnis her, will man entsprechende Kunden auch locken.

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