Bwin kneift – Wird Oddset erneut DFB Sponsor?

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 21.09.2018

Die Thematik hatte ich bereits einmal aufgegriffen. Der DFB sucht nach einem neuen Sponsoring Partner für den deutschen Fußball. Heiß gehandelt wurde dabei Bwin. Wenngleich genaue Zahlen nicht bekannt waren gingen Kenner von einem Gebot in Höhe von bis zu 40 Millionen Euro aus. Hierbei soll es nicht nur um ein offizielles Sponsoring für die Nationalmannschaft gehandelt haben. Auch von Angeboten bis hin zu einem Namens Sponsoring der dritten Liga war die Rede. Laut einer Meldung der Sport Bild soll nun allerdings Oddset wieder der heiße Kandidat sein. Was plötzlich aus dem zweiten großen Favoriten Tipico geworden sein soll lässt die Meldung allerdings offen.

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Kurz zusammengefasst – Zur Sachlage

Die Situation um ein Sportwetten Sponsoring für die Nationalelf lässt sich, wie bereits einmal berichtet, wie folgt zusammenfassen. Etwa 2 Millionen Euro könnte der DFB gerade durch ein Sponsoring mit Oddset einnehmen. Die entsprechenden Verträge laufen eigentlich noch bis 2021. Die Vereinbarung mit Oddset hat aber nie zu echtem Leben gefunden da die Gesetzeslage in Deutschland sogar für den staatlichen Sportwetten Anbieter recht unklar war.

Dies soll laut der Plattform „Sponsors“ dazu geführt haben, dass der DFB nach einem neuen Werbepartner suchte. Hauptanliegen war es einen Sponsor für die Nationalelf zu finden. Der laufende Vertrag mit Oddset sollte demnach sogar unter Umständen vorzeitig aufgehoben werden. Vor etwa einem Monat rumorte es kräftig. Knapp 40 Millionen Euro soll Bwin für ein riesiges Sponsoring Paket geboten haben. Als zweiter möglicher Kandidat war mit immerhin 10 Millionen Euro Tipico im Gespräch.

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Bwin räumt das Feld – Oddset neuer alter Partner?

Laut der Sport Bild soll Bwin das Angebot nun aber zurückgezogen haben. Zur Begründung hieß es man wolle seitens Bwin keinen Konflikt verschiedener Landesverbände innerhalb des DFB herausfordern.

Eine insofern glaubhafte Aussage, dass sich beispielsweise der Landesverband Niedersachsen am vergangenen Freitag sehr klar gegen das Angebot seitens Bwin ausgesprochen hatte, wie es heißt. Dennoch erscheint mir die Begründung nicht gänzlich nachvollziehbar. Uneinigkeiten innerhalb eines Unternehmens oder Verbandes sind immerhin keine Seltenheit, bei solch gewichtigen Entscheidungen. Als Potentieller Partner wird nun seitens der Medien wieder Oddset gehandelt. Der Anbieter soll demnach ein Angebot von 3 Millionen Euro nachgelegt haben. Bestätigte Quellen hierzu gibt es allerdings derzeit keine.

Oddset

Als Sponsor der Nationalelf fließt eine menge Geld. Allerdings weitaus weniger, wen Oddset den Zuschlag bekommt.

Oddset? Weshalb die Geschichte undurchsichtig erscheint

Dennoch hinterlässt es derzeit einen Beigeschmack, als wolle man nur die halbe Wahrheit kommunizieren. Weshalb sollte nun Oddset mit einem 3 Millionen Angebot der heiße Anwärter auf den Sponsorenvertrag sein? Immerhin nicht einmal ein Zehntel der Summe, die man mit Bwin hätte verdienen können. Und was ist in diesem Zusammenhang aus Tipico geworden? Mit Geboten zwischen 7 und 10 Millionen Euro war auch der Wettanbieter im Gespräch um die Verhandlungen. Und dies sind immerhin doppelt bis dreimal so viel Werbeeinnahmen als mit Oddset generiert werden könnten.

Und nicht zuletzt war der bisherige Tonus ja der, dass man sich gerade von Oddset trennen wolle da die bisherige Vereinbarung einer Totgeburt gleichkam. Damit wäre ein Schwenk zurück zu Oddset einerseits grundsätzlich nicht nachvollziehbar und andererseits unnötige Arbeit.

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Tipico noch ein Kandidat?

Dennoch ist es auffällig, dass man von Tipico in diesem Zusammenhang schlagartig nichts mehr hört. Nicht einmal Gerüchte gab es in Verbindung mit dem Wettanbieter zu diesem Thema mehr, seit der Ursprungsmeldung von vor etwa einem Monat.

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Ein heißer Kandidat war Tipico nicht alleine wegen seines Angebots. Auch die Landesverbände dürften sich Teils leicht tun dem Wettanbieter zuzustimmen. So hat Tipico bereits mit dem Landesverband Sachsen eine eigene Sponsorenvereinbarung die, zumindest offiziellen Verlautbarungen zufolge, zur beidseitigen Zufriedenheit verläuft.

Retten Politik und Rückstand in Deutschland Oddset?

Weshalb halte ich es aber dennoch nicht für unwahrscheinlich, dass letztendlich das staatliche Auslaufmodell Oddset trotz entsprechend geringerer Angebote das Rennen macht? Ganz einfach. Hier muss man sich über das derzeitige Umfeld klarwerden, in welchem Sportwetten existieren.

Eher widerwillig beugt Deutschland sich der EU bei Sportwetten. Dies könnte Oddset retten.

Die Legalisierung der Online Buchmacher geht in Deutschland nur widerwillig und aufgrund von Druck durch die EU vonstatten. So recht gern hat die Politik nur ihr Monopolmodell mit Oddset. Nun sind Sport und Politik bestenfalls in der Theorie voneinander getrennt. Mit Sicherheit hat jeder DFB Landesverband mehr oder weniger enge und gute Beziehungen zu Politikern. Und diese haben sicherlich in einigen der zahlreichen Verbände genug Einfluss um tatsächlich dafür sorgen zu können das ein 40 Millionen Euro Angebot von Bwin schlechtere Chancen hat als ein 3 Millionen Euro Angebot von Oddset. Eine im internationalen Vergleich meiner Ansicht nach rückständige Sachlage. Es zeigt sich an solchen Stellen, dass Deutschland nur dort liberal ist, wo Zwang besteht.

Ist die Lage gut oder schlecht für den Sport?

Rege Diskussionen sind allerdings tatsächlich möglich, wenn es darum geht ob die Bevorzugung von Oddset gut oder schlecht für den Sport wäre. Einerseits entgehen dem deutschen Fußball hierdurch wichtige Millionen. Andererseits gibt es genug Kritiker, die längst bemängeln es gehe im deutschen Fußball zu sehr nur noch um Geld. Und wenngleich die Entscheidung für Oddset aus Sicht der Sportwetten ein eher schwieriges Zeichen setzen würde, so würde an dieser Stelle doch deutlich, dass das Geld nicht das höchste aller Güter ist.

Schade hierbei finde ich ganz persönlich nur die Tatsache, dass diese wieder gefundene „positive“ Einstellung sicherlich bei der nächsten Vergabe der Bundesliga Rechte an die Fernsehsender sicher schnell wieder in Vergessenheit gerät. Mit einer Beteiligung von Bwin als Sponsor hätte man zumindest schon mal einige Millionen Vorsprung gehabt, auf die man mit Rücksicht auf teurer werdende Abonnements für Zuschauer an anderer Stelle hätte verzichten können. Eine in gewisser Weise selektive Bewertung der Wichtigkeit von Geld in den Kassen des DFB darf man da schon unterstellen. Wirklich nachhaltig gut ist die neue Chance für Oddset für den Sport also nicht. Einen realen Schaden verursacht sie, das muss der Fairness wegen gesagt werden, jedoch auch nicht.

Oddset möglicherweise neuer alter DFB Sponsor – Ein Fazit

Wäre Oddset der neue alte DFB Sponsor, dann entzieht sich der Sinn des ganzen Hin und Her meinem Verständnis. Denn dann hätte man ebensogut wenigstens noch drei Jahre alles beim Alten lassen können und damit beginnen seine Vereinbarungen auch umzusetzen.

Doch Sportpolitik muss man ebensowenig immer verstehen wie reale Politik. Daher halte ich das Festhalten an Oddset nicht für ausgeschlossen. Was man beim Betrachten der ganzen Meldungen aber keinesfalls vernachlässigen sollte ist eine simple Sache. Sicherlich haben nicht nur Bwin, Tipico und Oddset ihr Interesse bekundet. Dieses Sponsoring, gemessen an dem was es ist derzeit zum Dumping Preis gehandelt, erscheint mir hierfür zu attraktiv. Es kann also ebenso gut sein, dass am Ende ein Dritter den Zuschlag erhält und alle überrascht. Demnach bleibt die Suche nach dem neuen Sponsor der Nationalelf weiter spannend. Und letztendlich wäre ich doch wieder überrascht wenn Oddset sich den Deal erneut sichern kann.

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