Spielerprofil: Gianluigi Buffon – Die italienische Torwart Legende

Bild: Wikipedia

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Der Name Gianluigi Buffon steht vor allem für eines: Rekorde. Er ist Rekordspieler und Rekordtorhüter der italienischen Nationalmannschaft. Und wenngleich hier kein dezidierter Rekord dahintersteht, so ist Gianluigi Buffon doch zweifelsohne auch einer der weltbesten Torhüter überhaupt. Derzeit spielt „Gigi“, wie Gianluigi Buffon auch genannt wird, schon seit über 15 Jahre für Juventus Turin. Mit Erfolg. So wurde der Vertrag mit Juventus bis 2018 verlängert. Dann ist Buffon immerhin 40 Jahre alt. Ein mehr als stolzes Alter, für einen professionellen Sportler. Auch dann, wenn er sicherlich im Tor nicht ganz den Belastungen eines Feldspielers ausgesetzt ist.

All dies macht Gianluigi Buffon mehr als interessant. Somit möchte ich im Folgenden auf die wichtigsten Daten, Erfolge und auch etwas Allgemeines Wissen um Gigi eingehen.

Gianluigi Buffon – Karriere und Erfolge im nationalen Bereich

Die Karriere startete der im Januar 1978 geborene Torhüter bereist im Jahr 1995. Damals nämlich konnte er bereits im zarten Alter von 17 Jahren seinen ersten Einsatz in der Serie A verzeichnen. Natürlich durchlief er zuvor schon verschiedene Stationen im Jugendfußball. Seit 1991 die Jugendförderung vom AC Parma.

Damals spielte er auch zum Debüt für den AC Parma. Schnell verdrängte er den bisherigen Stammtorhüter Luca Bocci und nahm die Position der Nummer 1 ein. Er spielte recht erfolgreich und wurde schnell zum bekannten Namen. Der Keeper gewann in der Folge auch den italienischen Pokal mit dem AC Parma in der Saison 89/99. Ein Jahr später gewann Gianluigi Buffon den ersten Superpokal in Italien. Da auch der UEFA Pokal gewonnen wurde bekam Gianluigi Buffon damals diverse Millionenangebote aus ganz Europa, die einen Wechsel anregen sollten. Er schlug diese großen Angebote aber aus und spielte eine weitere Saison für den AC Parma.

Auf nach Turin

Erst im Sommer 2001 wurde er schwach und gab einem Angebot über 54,1 Millionen Euro nach, durch welches er zu Juventus Turin wechselte. Erfüllt er dort seinen derzeitigen Vertrag bis 2018 zu Ende blieb er dem Club immerhin wieder 17 Jahre treu. Eine ungewöhnliche Konstanz für das Millionengeschäft Fußball.

Dies wird umso bedeutsamer, wenn man bedenkt, dass Juventus Turin zu der Saison 06/07 zwangsweise in Serie B (zweite italienische Liga) abstieg, da es eine Verwicklung in den großen Manipulationsskandal dieser Zeit gab. Auch in der Krise blieb er Juventus also treu und schaffte mit dem Verein den direkten Aufstieg zurück in Serie A. Vermutlich wäre dies auch ohne den Ausnahmekeeper nicht, oder zumindest nicht so einfach, gelungen.

Daraufhin folgten einige eher schwache Jahre, was die Erfolge im nationalen Spielbetrieb anging. Doch auch hier blieb Gianluigi Buffon bei Juventus und konnte dann ab 2011 etliche Siege in verschiedenen Wettbewerben einfahren. Insgesamt steht seine Bilanz im Inland derzeit bei:

  • 8 Italienische Meisterschaften. Alle mit Juventus und sechs davon zuletzt bis 16/17 in Folge
  • 4Pokalsiege. Davon der bereits erwähnte mit Parma. Zuletzt der in Folge mit Turin
  • 6 Superpokal Siege. Auch hier einer mit Parma. drei in direkter Abfolge bis 15/16

Gianluigi Buffon – Internationaler Mannschaftsfußball und Erfolge als Nationalkeeper

Im internationalen Mannschaftsfußball stand neben dem bereits erwähnten UEFA Pokal Sieg bislang tatsächlich kein Erfolg zum Feiern bereit. Dieser, noch aus Zeiten beim AC Parma, sollte sich leider als einsamer Erfolg darstellen, An der Leistung des Gianluigi Buffon lag dies aber sicher nicht. Es war mehr etwas Glücklosigkeit, die dafür sorgte, dass es nicht mehr zu weiteren Titeln kommen sollte. Denn ein Torhüter allein kann nun mal keinen Titel gewinnen. Drei Mal stand Gianluigi Buffon beispielsweise schon erfolglos im Champions League Finale. Das letzte mal in der Saison 16/17.

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Dafür aber konnte Gianluigi Buffon im Jahr 2006 mit der italienischen Nationalmannschaft Weltmeister werden. Dies haben sicherlich auch deutsche Fans nicht vergessen, mit einem etwas bitteren Beigeschmack. International war dies aber mitnichten der Startschuss seiner Karriere. Ab der U-16 hatte Gianluigi Buffon bereits in verschiedenen Jugendstufen gespielt.

In der A-Mannschaft kam er bereits 1998 zur WM in Frankreich in den Kader. Eingesetzt wurde er aber noch nicht. Zur EM 2000 aber war er dann die unangefochtene Nummer 1. Allerdings musste er aufgrund einer Verletzung in der Endrunde pausieren. Beinahe hätte ihm da der Ersatz im Tor Francesco Toldo, den Schneid abgekauft.

Abgesehen von zwei weiteren Verletzungspausen kürzerer Dauer war Gianluigi Buffon seither auch die Nummer 1 im Tor der Italiener. Auch zuletzt in Frankreich zur EM war er dort fest gesetzt. Lediglich das letzte, unwichtige, Gruppenspiel wurde der Nummer 2 überlassen.

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Rücktritt aus der Nationalmannschaft für Gianluigi Buffon?

Zuletzt aber häuften sich die Gerüchte um einen Rücktritt. Immerhin ist Buffon schon sehr alt, für einen Spieler der Nationalelf. Und auch der spanische Amtskollege Iker Casillas ist bereits zurückgetreten. Dieser war wenige Jahre jünger, hat aber vor allem deshalb Symbolcharakter, weil das Duell zwischen Spanien und Italien auch immer eines dieser zwei Ausnahmetorhüter war. In der Vergangenheit meinte eigentlich sogar Casillas er trete erst nach Gianluigi Buffon zurück. Nun, da Buffon diesen kleinen Privatsieg auch errungen hat, wird ein Rücktritt noch wahrscheinlicher.

Familie und Skandälchen – Gianluigi Buffon privat teils fragwürdig

Sportlich gesehen hat Gianluigi Buffon schon familiär alles mitbekommen, was einen erfolgreichen Sportler ausmachen sollte. Seine Mutter Maria Stella Masocco war bereits italienische Meisterin im Kugelstoßen, sein Vater Gewichtheber. Sogar der Onkel Buffons war Sportler. Er war Basketball Nationalspieler für Italien. Auch seine Schwestern haben als Volleyballerinnen etwas vom Sportgen mitbekommen. Weiterhin ist Gianluigi Buffon sogar mit dem Torhüter Lorenzo Buffon verwandt. Er war ein Onkel des Großvaters.

Neben zwischenzeitlich entkräfteten Vorwürfen illegal auf Partien der Serie A gewettet zu haben, was angesichts der Verwicklung von Juventus in den Manipulationsskandal gar nicht so unwahrscheinlich erscheint, erschien Buffon auch wegen seiner rechtsextremen Tendenzen mehrere Male negativ in den Medien. Noch beim AC Parma trat er mit einem Spruchshirt auf, welches übersetzt so viel sagt wie „Gehängt sei, wer aufgibt“. Dies ist eine rechtsextreme Losung, in Italien. Daraufhin musste er mit der Disziplinarkommission des Sportverbands reden. Später wollte er dann unbedingt mit der Rückennummer 88 auftreten. Dass dies der Hitlergruß sein könnte wusste er nicht, wie er später wenig glaubwürdig meinte. Er sah die beiden Achten als vier Eier an. Und Eier, so Buffon, bräuchte man im Fußball schließlich.

Exfrau Buffons (Bild: Wikipedia)

Exfrau Buffons (Bild: Wikipedia)

2011 bis 2014 war Buffon mit der tschechischen Alena Šeredová verheiratet. Die Ehe zu dem Model und Schauspielerin scheiterte. Die beiden bekamen aber 2007 und 2009 zwei Söhne miteinander.

Fazit zu Gianluigi Buffon – Genialer Sportler von zweifelhafter Persönlichkeit

Sportlich gesehen ist Gianluigi Buffon sicherlich eine der Torwartlegenden, die in Italien sicher noch lange bekannt bleiben werden, auch nach Karriereende. Überhaupt gehört einiges dazu schon zu Lebzeiten zur Legende zu werden. Es bedarf hier kaum weiterer Bewertungen.

Im starken Gegensatz dazu steht die zweifelhafte Person Gianluigi Buffon. Offensichtlich rechtsradikale Tendenzen, immerhin Vorwürfe in illegale Wetten verwickelt gewesen zu sein und eine gescheiterte Ehe zeichnen kein sehr schmeichelhaftes Bild. Mein persönliches Fazit fällt dementsprechend auch eher negativ aus. Es gibt Dinge, die haben im Profisport schon aufgrund ihrer Vorbildfunktion nichts zu suchen. Und Buffon hat zumindest mit seiner rechten Tendenz deutlich und provokativ Grenzen überschritten.

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