Amaya CEO bei Bloomberg – Poker Geschäft wird schwächer und bei Sportwetten wurden Fehler gemacht

Mehr Sportwetten will Amaya künftig anbieten. Erfolgreich war der Konzern bislang vor allem durch Online Poker. Immerhin handelt es sich um den Mutterkonzern der Erfolgsmarke PokerStars. Deutliche Aussagen bezüglich der neuen Konzentration auf Sportwetten brachte Amaya CEO im Gespräch mit Fernsehsender Bloomberg nachdem die aktuellen Geschäftszahlen des Konzerns bekannt wurden. Dabei wurden Gründe genannt und im selben Zug bisherige Versäumnisse eingeräumt.

Amaya wächst – Pokergeschäft allerdings rückläufig

Wie den aktuellen Unternehmenszahlen des Unternehmens entnommen werden kann wächst der Konzern immer weiter. Insgesamt 1.07 Milliarden Euro konnten umgesetzt werden. Ein Rekord für Amaya. Das ursprüngliche Kerngeschäft, angeführt durch Zugpferd PokerStars, ging allerdings um etwa 4,6 Prozent zurück. Zwar sind die erzielten 783,8 Millionen Euro Poker Umsatz keinesfalls besorgniserregend, es zeichnet sich allerdings ein klarer Trend ab. Neues Zugpferd des Wachstums ist nämlich das Casino Geschäft. Hier konnten die Anteile am Gesamtgeschäft binnen eines Jahres von 12,7 Prozent auf 22,8 Prozent angehoben werden. Das Poker Geschäft fiel im Anteil nahezu simultan von 82,7 Prozent im Vorjahr auf 73,2 Prozent. Ein deutliches Zeichen wo die Entwicklung hingeht.

Die Chips regnen leicht verlangsamt im Pokergeschäft. Dennoch ist man weit davon entfernt Probleme zu bekommen.

Amaya gesteht Fehler bei Sportwetten ein

Online Wetten hingegen laufen nicht so gut wie erhofft. Dies soll in Zukunft zurechtgerückt werden. Denn es scheint so, als wolle man im Bereich Online Wetten Wachstum um jeden Preis. So sagte Amaya CEO Ashkenazi deutlich, dass man Wachstum generieren wolle und dieses auch nicht organisch sein müsse. Nicht organisches Wachstum wird in der Wirtschaft immer durch eine Fusion herbeigeführt. Denn organisches Wachstum beschreibt einen normalen Zugewinn an Kunden und Umsätzen auf natürlichem Wege. Nicht organisches wird künstlich befeuert, indem man beispielsweise konkurrierende Sportwetten Anbieter aufkauft und dessen Umsätze und Kunden somit zu den eigenen zählen kann.

Fehler habe man laut Amaya CEO vor allem dadurch begangen, dass man die Sportwetten Plattform schlicht zu früh auf den Markt geworfen habe. Außerdem habe man sich zu sehr auf Freizeitspieler konzentriert und darüber vergessen die professionelleren Spieler, welche die größeren Umsätze generieren, angemessen anzusprechen.

Wer könnte mit Amaya fusionieren?

Interessant war im Gespräch mit Bloomberg die Frage, wen sich Amaya für eine Fusion vorstellen könnte um anorganisches Wachstum zu generieren. Hier kam schnell William Hill als möglicher Partner auf. Überraschend ist dies deshalb, weil vorangegangene Fusionspläne mit eben diesem Buchmacher nicht zustande kamen. In den Verhandlungen wurde man sich schlicht nicht einig.

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Offenbar meint man den Buchmacher William Hill vielleicht doch noch umgarnen zu können.

Rafi Ashkenazi, der CEO von Amaya, betonte jedoch, dass man einen solchen Deal dennoch nie als „tot“ bewerten sollte. Kein Deal sei für immer gestorben. Manche Anbieter brauchen seiner Ansicht nach schlicht etwas Zeit um nachzudenken, bevor es zu erneuten Verhandlungen kommt.

Gleichzeitig macht Amaya sich alle Mühe nett zu William Hill zu sein und zu werben. So benannte der Amaya CEO William Hill als eine großartige Firma, die ein Partner für einen sehr guten Zusammenschluss wäre.

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Wie wahrscheinlich ist solch eine Fusion?

Ich bin der Meinung, dass man nur aufgrund weniger Aussagen des Amaya CEO noch nicht von einer wahrscheinlichen Fusion ausgehen sollte. Jedenfalls nicht zwangsläufig mit William Hill. Klar scheint aber nach diesen Aussagen, dass Amaya die Augen auf dem Markt offenhalten wird. Auch nach anderen möglichen Fusionspartnern. Doch auch denen müsste man sich selbstverständlich erst annähern und Einigkeit über eine Fusion schaffen. Wenn es zu einer kommen sollte sehe ich einen Zeitpunkt erst im kommenden Jahr als nicht sehr unwahrscheinlich an. Neuigkeiten zu einer Amaya Fusion bereits in den nächsten Monaten halte ich für eher unwahrscheinlich. Wenn überhaupt sickert womöglich etwas zu laufenden Verhandlungen durch.

Was bedeuten die Aussagen des Amaya CEO für Sportwetten Fans?

Für Sportwetter bleibt vorerst sicherlich alles beim Alten. Es könnte allerdings sein, dass man bei Amaya kurzfristig bessere Bonus Aktionen startet um das Wachstum auf diesem Weg noch etwas anzufeuern. Dies wäre allerdings recht konträr zum Vorgehen Amayas in anderen Bereichen. So wurde beispielsweise im Bereich Poker bei PokerStars erst im vergangenen Jahr eine Kürzung der Boni vorgenommen. Man dürfte seitens Amaya also sehr gut überlegen, ob man Sportwetten Kunden mit höheren Boni locken möchte. Denn wenn diese später wieder gesenkt werden ist dies nicht nur unstet, es hätte sicherlich auch das größere Echo bei den Kunden als die Erhöhung zuvor.

Wer bei William Hill wettet, der sollte sich zunächst keine zu großen Gedanken machen. Bis nicht zumindest der Versuch einer Einigung der beiden Konzerne kommuniziert wird sind die Amaya Aussagen ohne jede größere Bedeutung. Und selbst dann, wenn es zum Fusionsfall kommen sollte, werden nicht sofort einschneidende Änderungen bemerkbar sein. Falls die Fusion den eigenen Vorstellungen des Wunschbuchmachers widerspricht, dann wird noch genug Zeit bleiben sich einen neuen Anbieter zu suchen. Für den Fall der Fälle stehen auf Sportwettenanbieter.com alle wichtigen und aktuellen Informationen rund um Alternativen bereit.

Fazit zum Amaya CEO bei Bloomberg – Was kann abgeleitet werden?

Ich persönlich denke das Gespräch des Senders mit dem CEO ist zunächst nicht zu schwer zu gewichten. Wenn überhaupt, dann lassen sich erste Sorgen bei Amaya feststellen. Immerhin will man ja grundsätzlich nicht ins Hintertreffen geraten und droht dies zumindest im Bereich der Sportwetten zu tun während das ehemalige Zugpferd Online Poker langsam zu lahmen beginnt.

Doch auch Amaya Kunden sollten die Meldung nicht missverstehen. Auch PokerStars ist weit von ernsthaften Problemen entfernt.

Was ich mir auch vorstellen könnte wäre beispielsweise eine Fusion zwischen Amaya und einem schwächelnden Anbieter wie MyBet. Hier allerdings wäre fraglich ob es zielführend ist sich in ein sinkendes Schiff einzukaufen.

Kurz: Außer vieler Spekulationen, von denen grundsätzlich jede zumindest in der Theorie möglich scheint, ermöglicht eine Analyse des Gesprächs derzeit kaum etwas.

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