Wie viel Glücksspiel steckt in Videospielen? – So beeinflussen Online Casinos die Games

Videospiele und Glücksspiel werden immer häufiger in einem Atemzug erwähnt. So viel steht fest. Es ist unübersehbar, dass es große Überschneidungen gibt und die beiden Bereiche sich immer weiter annähern. Zum einen gibt es da den Bereich der eSport Wetten, über die auch ich schon mehrfach berichtete. Hier können eSport Fans auf die Besten der Gamer setzen, die sich in Turnieren messen, deren Preisgelder du Zuschauerzahlen manchen klassischen Sport längst überholt haben. Zum anderen gibt es kleine Skandale und Unrechtsangebote wie Skin Gambling, welches vor einigen Monaten die einschlägigen Medien beherrschte, da es Kinder und Jugendliche zum illegalen Glücksspiel eingeladen hatte.

Doch tatsächlich haben Games und Glücksspiel längst vielmehr miteinander gemein. Man könnte sagen die Angebote der Online Buchmacher, wie wir sie heute kennen, hatte längst einen Einfluss auf die Gaming Branche und in vielen der großen Titel, auch jener, die im eSport vertreten sind, ist längst ein gewisses Maß an Glücksspiel verankert. Legal und unreguliert und damit, wie mancher findet, bedenklicher als ein reguliertes Angebot an Online Wetten. Der spannenden Frage, wo Glücksspiel in Videospielen versteckt ist, gehe ich im Folgenden nach.

Glücksspiel in Videospielen

Bereits vor der Ära der Online Casinos hatten Las Vegas und Co Einflüsse in Videospielen.

Glücksspiel in Video Games war schon immer aktuell

Zunächst möchte ich einen winzigen Ausflug in die Vergangenheit wagen. Denn Glücksspiel in Video Games war schon lange aktuell. Noch bevor das Wort Online Casino begann ein Begriff zu werden. Bereits in den 80ern oder den frühen 90ern konnte man eine inoffizielle Umsetzung des Spiels Monopoly für Computer finden, die mit einem Casino Feld ausgestattet war. Und damals brachte das Feld das Balancing des Spiels deutlich zu Ungunsten der Spieler durcheinander. Es war möglich sein Spielgeld in Blackjack zu setzen. Und unter dem Strich verlor der Spieler. Von Fairplay oder gar Auszahlungsquoten, wie sie heute in Online Casinos vorgeschrieben sind, war keine Spur zu erkennen. Doch der Spaß kostete unter dem Strich ja nichts. Und so kann man gerade aus heutiger Sicht darüber hinwegsehen. Lediglich ein Fingerzeig darauf wie früh Glücksspiel in Games eingebaut wurde ist hier gegeben.

Glücksspiel in modernen Videospielen – Teils illegale Tricks der Entwickler

Das eigentliche Glücksspiel in Video Games, wie es heute zum Problem werden kann, hängt in einem indirekten Zusammenhang mit Skin Gambling. Zur nochmaligen kurzen Veranschaulichung: Beim Skin Gambling, eine Sparte die zumindest vorerst von den Gesetzgebern unterbunden scheint, wetteten die Spieler in geeigneten Portalen um kosmetische Inhalte, etwa eine Waffentarnung, für Videospiele. Diese waren schnell mehrere hundert Euro wert. Ein Schwarzmarkt für eSport Wetten also. Dass diese so genannten Skins überhaupt diesen Wert erreichen konnten lag auch daran, wie die Gegenstände in Spielen vergeben werden. Teils auch freispielbar, teils nur via Bezahlung kann man in heutigen Spielen, auch in solchen, die bereits zum Vollpreis bezahlt wurden, meist so genannte Loot Boxen oder Karten Packs kaufen. Die Preise erreichen leicht einen Gegenwert von bis zu einem Euro oder mehr pro Pack. Es ist also vergleichbar mit Sammelstickern für Panini Alben, die ebenfalls in verschlossenen Zufalls Packs veräußert werden.

Enthalten sind in den Videospielen entweder zufällige kosmetische Items, wie beim Skin Gambling verwendet, oder echte Spielkarten, wie sie etwa bei digitalen Sammelkartenspielen wie Hearthstone zum Einsatz kommen.

Glücksspiel in Videospielen

Eine Kiste für Geld kaufen und nicht wissen ob alte Unterwäsche oder ein Haufen Diamanten darin steckt. So funktionieren Loot Boxen. Die verbreitetste Art von Glücksspiel in Videospielen.

Der Zufall ist in Videospielen intransparent

Meist kann man diese Lootboxen oder Packs einzeln oder in mehreren Einheiten gebündelt kaufen. So sind Preise von 99 Euro für 125 Lootboxen keine Seltenheit. Und hier sind meist schon 25 Stück als ein Mengenrabatt enthalten. Für diese beträchtliche Summe kann man im Online Casino einige Zeit spielen und hat reelle Gewinnchancen. Wer informiert spielt hat im Online Casino außerdem eine genaue Vorstellung davon, wie hoch diese Chance ist.

Bei den genannten Lootboxen in Videospielen hingegen ist vollkommen unklar was man ersteht. Es ist durchaus möglich 100 Boxen zu öffnen und keinerlei Gegenwert zu erhalten. Also lediglich Items, die bereits jeder Spieler besitzt. Eine Angabe zu Wahrscheinlichkeiten, wie etwa die Auszahlungsquote für Online Casinos, ist in keinem Gesetz gefordert und in der Regel auch nicht vorhanden.

Glücksspielgesetze haben Videospiele auf dem Radar

Wer nun glaubt der Vergleich zum Online Casino hinkt, der irrt. Weitaus restriktivere Glücksspielgesetze als der europäische Standard haben genau diese Mechaniken längst auf dem Schirm.

So musste der bekannte Publisher Blizzard bereits umdenken. In China ist es per Glücksspielgesetz verboten die Sammelkarten für das Kartenspiel Hearthstone oder andere Spiele verdeckt zu verkaufen. Die Tricks der Vermarktung sind also faktisch dort illegal. Diese Spiele finanzieren sich aber durch den Verkauf von Packs. Müsste der Publisher nun offenlegen welche Karten der Kauf enthält, dann würde natürlich kein Spieler mehr diese Packung kaufen. Letztendlich wäre das Geschäftsmodell ebenso dahin, wie auch die genau auf dieses Modell ausgelegte Balance im Spiel. Blizzard hat für solche Videospiele in China nun einen Weg gefunden die Gesetze zu umgehen. Dort kaufen Spieler nicht länger Packs sondern eine digitale Ingame Währung. Diese ist nicht verboten, insgesamt aber ziemlich nutzlos. Der Punkt ist: Zu jedem kauf erhalten Spieler als Geschenk auch Kartenpacks. Und da kein Geld für die Karten fließt, sondern lediglich für die digitale Währung, ist dem Glücksspiel Gesetz in China genüge getan.

Spiele Publisher – Sind die Herausgeber von Videospielen die wahre Glücksspiel Mafia?

Das Beispiel zeigt deutlich wie kreativ Spieleentwickler werden müssen um ihre Vorgehensweisen in Videospielen an strengen Gesetzen vorbei zu rechtfertigen. Würde sich dies ein Online Buchmacher erlauben, dann wäre der Aufschrei recht sicher sehr groß.

Insgesamt möchte ich hier im Übrigen keinen Publisher als Glücksspielanbieter, oder gar Glücksspiel Mafia, verunglimpfen. Wie fair die Verteilung der Gegenstände in den Videospielen ist kann sich auch deutlich von Game zu Game unterscheiden. Dennoch wäre bei Buchmachern und Online Casinos längst mehr Transparenz gefordert. Wenigstens in der Angabe einer Wahrscheinlichkeit für seltene Items.

Finger weg von kostenlosen Casino Apps

Aber Glücksspiel in Video Games muss sich gar nicht großartig tarnen, um vorhanden zu sein. Wer unter Android oder iOS in die App Stores schaut wird schnell fündig, auf der Suche nach Casino Apps. Wer sich an seinem Endgerät, wie ich hier mit der Thematik auch sonst auseinandersetzt wird obendrein in sozialen Netzwerken mit entsprechender Werbung bombardiert.

Das Werbeversprechen ist jedes Mal dasselbe. Voller Casino Spaß ohne Einsatz von echtem Geld. Und immerhin für den Moment stimmt das Versprechen oft sogar. Meist jedenfalls. Aufwändig wie im Online Casino erstellte Slots bieten den vollen Spielspaß. Das Spielgeld Guthaben sinkt. Die Gewinnchancen, um dieses zu vermeiden, stehen nirgends aufgelistet. Zwangsläufig kommt der Punkt, an dem man keinerlei Spielgeld mehr hat. Wer weiter spielen will muss Stunden warten um einen lächerlich kleinen Betrag an Spielgeld gutgeschrieben zu bekommen. Oder er bezahlt. Schnell kann man hunderte Euro für Spielgeld ausgeben und kann dabei nicht mal etwas gewinnen, wie es im realen Online Casino der Fall wäre. Letztendlich dürften in vielen Fällen auch die virtuellen Auszahlquoten deutlich schlechter sein, als in echten Online Casinos. Eine Pflicht diese anzugeben haben die Herausgeber der App bei einem rechtlich gesehen reinen Videospiel aber nicht.

Hier kann schon beinahe von echtem Betrug die Rede sein. Online Casinos haben sich hier im negativsten Sinne auf Games ausgewirkt.

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Mr. Green zeigt vorbildlich wie auch eine echte Casino App besser funktionieren kann als ihre Videospiel Kopien.

Das echte Online Casino ist besser

Hier würde ich persönlich jedem raten doch eher Geld in ein echtes Online Casino zu investieren. Das einbezahlte Guthaben dürfte in vielen Fällen länger halten und bietet immerhin die Möglichkeit eines realen Gewinns. Hinzu kommt, dass Online Casinos heute teils recht tolle Apps mit Turnieren und Ähnlichem anbieten, sich also längst nicht mehr hinter Videospielen verstecken müssen. Allen voran sei hier als Empfehlung Mr. Green genannt.

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Alternativ lassen sich die Slots bei vielen Buchmachern auch im Spielgeld Modus spielen. Die Funktion ist zum Testen gedacht, lässt sich aber unbegrenzt nutzen. Bevor man also echtes Geld in Spielgeld innerhalb von Videospielen investiert sollte man besser komplett kostenfrei auf die Angebote der Buchmacher zurückgreifen und sich einen suchen, der das Spiel mit Spielgeld ermöglicht.

Fazit – Glücksspiel in Videospielen ist längst angekommen und teils bedenklicher als in real

Tatsächlich zeigt jede Recherche, und diese hier ließe sich vermutlich noch um etliche Seiten ausweiten, dass Glücksspiel längst in Videospielen zum Tragen kommt. Teils eher im Verborgenen und lediglich dann streitbar, wenn man sehr extrem gegen solcherlei Dinge eingestellt ist. Teils auch aber auch sehr offensichtlich und mit geradezu betrügerischem Hintergrund.

Tatsächlich sind in manchen Videospielen, auch für jeden zugänglich auf Smartphones und Co, die Glücksspiel Anteile bedenklicher als im Online Casino. Hier ist man gut beraten zu überlegen, ob nicht das Online Casino letztendlich die bessere Variante ist.

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