Fußballspieler Profil: Wayne Rooney – Ein Musterbeispiel für britischen Einsatz

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 12.09.2018
Bild: Wikipedia

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Ein großer Name des englischen Fußballs ist Wayne Rooney. Ein gefeierter Star, der aber auch langsam altersbedingt vom Himmel zufallen droht. Kein Wunder, kann Wayne Rooney doch heute bereits auf 14 Jahre Fußball der Spitzenklasse zurückschauen.

Auch international machte Wayne Rooney, der am 24 Oktober 1985 in England zur Welt kam, mehr als einmal von sich reden. Sowohl auf Mannschaftsebene, als auch im Rahmen der Nationalelf Englands.

Ein wichtiger Fakt ist aber auch der, dass sich Rooney die Liebe der Fans selbst etwas verscherzt hat. Was los war und weshalb er einer der besten Fußballer überhaupt bleibt und echte Opferbereitschaft zeigte ist im Folgenden zusammengefasst.

Wayne Rooney – Eine Karriere für die Premier League

National verbrachte Wayne Rooney seine gesamte Karriere zuhause in England. Beachtlich, vergleicht an dies mit der Reiselust anderer Spitzenfußballer. Allerdings auch weniger verwunderlich, als dies bei einem Spieler anderer Nationalitäten wäre. Immerhin spielt Rooney in der Premier League in der Liga, die mit Abstand den höchsten Verdienst verspricht.

Bereits 1995, also im Alter von fast 10 Jahren, unterschrieb Wayne Mark Rooney, wie der Stürmer mit vollem Namen heißt, seinen ersten Vertrag. Es handelte sich u einen Jugendspielvertrag beim FC Everton. Doch bereits im April 2002 waren die Verantwortlichen bei Everton dermaßen überzeugt, von ihrem Youngstar, dass sie diesen erstmals in die erste Mannschaft einberiefen. Er dankte es im August desselben Jahres mit seinem ersten Tor in der Premier League. Dieses Tor war vor allem auch eine wichtige Grundlage für seinen heute nahezu legendären Ruf. Er war damals der jüngste Torschütze, den es in der Premier League je gegeben hatte.

Zweite Station – der Karriere

Nach zwei Jahren Premier League für Everton wechselte Wayne Rooney zu Manchester United. Der bis dahin zweitteuerste Transfer, den die Liga je gesehen hatte. Allerdings waren die 31 Millionen Pfund auch gut angelegt. Der Star hielt seither Manchester United seit 2004 durchgehend bis 2017 die Treue. Damit war Manchester als zweite Station in der Profikarriere auch lange gleichzeitig die faktische Endstation für Wayne Rooney. Erst im Juli 2017 wurde der Wechsel zurück zum Startverein Everton bekannt. Für zwei Jahre gilt der unterzeichnete Vertrag. Ob dies aber nochmal ein Glanzpunkt in der Kariere des alternden Stars werden kann muss sich noch zeigen.

Von ganzem Herzen für ManU - Vielleicht hat auch Wayne Rooney ein solches Shirt im Schrank

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Am 28. September 2004 sollte zunächst das Debüt auf dem Platz für Manchester stattfinden. Ein Spiel in der Champions League. Und dies beging Wayne Rooney mit einem Hattrick. Da wundert es kaum, dass die Begeisterung der Fans nur noch größer wurde, wenn der Name Rooney viel. Immerhin ging es gegen Istanbul. Zwar wurde das Spiel mit 6:2 gewonnen, ein Hattrick war aber dennoch eine großartige Leistung für einen ersten Auftritt im Manchester Trikot.

Bei Manchester United zeichnete sich der Stürmer auch dadurch aus, dass er auch im Mittelfeld gut einsetzbar war. Ansonsten waren es vor allem viele Tore, die Rooney natürlich bei den Fans hoch im Kurs stehen ließen. Auch noch, als die Mannschaft im Gesamten gerne wegen Leistungsschwächen in der Kritik stand. 2006 sollte dann mit dem englischen Ligapokal, dem weniger wertvollen Pokal Englands, immerhin auch der erste Titel folgen.

Alle Erfolge – Alle mit Manchester United

Das war allerdings nur der Anfang einer langen Liste von Titeln, die Rooney mit Manchester United für sich verzeichnen konnte. Insgesamt sieht die Bilanz wie folgt aus:

  • Ligapokal 2006, 2009 und 2010
  • Englischer Pokal 2016
  • Englischer Meister 2007-2009, 2011 und 2013
  • Fünf Siege im Superpokal Engalands
  • Champions League Sieger 2008
  • Weitere Titel und Ehrungen wie beispielsweise Fifa Klub Weltmeister

Einige der Erfolge konnte Rooney zwar für sich verbuchen, aber nicht wirklich verantwortlich zeichnen. Es gab die eine oder andere eher unbedeutende Formschwäche, aber auch Verletzungspech.

Einsatz bewies Wayne Rooney jedoch immer. So zum Beispiel im Viertelfinale der Champions League 2010. Trotz heftiger Rückenschmerzen kam er aufs Feld um einen Rückstand gegen die Bayern umzudrehen. Er hatte keinen Erfolg damit, zeigte aber der Verein war ihm wichtiger als der eigene Schmerz.

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Auch in den letzten Jahren war Rooney bei Manchester United nicht mehr so sehr beliebt. Einerseits die üblichen Schwächen eines alternden Spitzensportlers. Andererseits verzeihen ihm die Fans auch ein kurzzeitiges Flirten mit Manchester City nicht. Er verlängerte 2014 letztendlich doch seinen Vertrag. Dieser läuft planmäßig noch bis 2019. Bis dahin verdient Wayne Rooney etwa 300.000 Pfund die Woche. Auch dann, wenn er wie zuletzt häufiger, gar nicht mehr zum Einsatz kommt. Dafür ist man doch gern auch mal Sündenbock bei den Fans. Seit 14/15 tut er dies sogar als Kapitän.

Wayne Rooney in der Nationalmannschaft

Wayne Rooney wurde in den vorbereitenden Altersstufen der Nationalelf ausgebildet, Jedenfalls in den Stufen U-16 bis U-19. Für letztere absolvierte er nur ein Spiel und wurde dann in die erste Auswahl berufen. Dies war 2003 und er war damit der jüngste Spieler aller Zeiten in einer englischen Nationalelf. Zuvor versuchte Schottland ihn zu gewinnen. Als gebürtiger Schotte hätte er auch dort auflaufen können.

2004 durfte Rooney prompt bei der EM auflaufen, Er brach sich jedoch den Mittelhandknochen und sein Team schied im Viertelfinale aus. Dennoch kam er ins Allstar Team und wurde bester Torschütze der englischen Mannschaft bei dem Turnier.

Zur WM 2006 hatte er zunächst erneut Verletzungspech, konnte aber noch während des Turniers wieder eingesetzt werden. Dann erhielt er eine Sperre wegen eines schweren Fouls und musste zusätzl8ch eine Geldstrafe zahlen.

Liest man die einzelnen Berichte zu Wayne Rooney zu den jeweiligen Turnieren gesondert, dann kann man nicht nur keinen Titel finden. Auch Wayne Rooney selbst klingt zunächst wenig spektakulär. Dennoch hatte er es am Ende geschafft alleiniger Torschützenkönig der englischen Nationalelf zu werden. Seit 2014 ist er deren Kapitän. Nach der EM 2016 hatte er immerhin in 116 Pflichtspielen für die Nationalelf 53 Treffer zu verbuchen. Ein sehr guter Schnitt.

Obwohl Wayne Rooney Schotte ist läuft er nicht unter dem Banner der Schotten auf.

Obwohl Wayne Rooney Schotte ist läuft er nicht unter dem Banner der Schotten auf.

Wayne Rooney Privat

Familiär war Waynr Rooney von Geburt an gut eingebettet. Er hatte ein intaktes Elternhaus und zwei Brüder, sowie eine Schwester.

Auch der Sport war schon in die Wiege gelegt. Rooneys Vater war professioneller Boxer und damit geradezu ein Klischee für eine irisch-katholische Familie.

Auch Rooney selbst war erfolgreich, bei der Familienplanung. Nach langen Jahren der Verlobung heiratete er seine Partnerin Coleen Rooney. Mit dieser hat er drei Kinder. Damit ist er auch privat eher familienorientiert du nur selten außerhalb des Sports Gegenstand von Berichten.

Zweimal war Rooney übrigens auf dem Cover der Videospielereihe FIFA in Deutschland zu sehen. Fünfmal in England.

Baldiges Karriereende für Wayne Rooney?

Angesichts seines stolzen Alters ist ein Karriereende, spätestens zum Ende seiner heutigen Vertragslaufzeit, mehr als wahrscheinlich. Bis 2019 ist er immerhin 34 Jahre alt. Bleibt zu hoffen, dass Wayne Rooney sich dann zur Ruhe setzt und nicht ebenfalls seinen Stolz für die amerikanische Liga und deren paar Dollars aufgibt. Ein Ende bei Manchester wäre das einzig richtige für Rooney gewesen. Schon den späten Wechsel zurück zu Everton sehe ich eher zwiespaltig.

Auch ob der Stürmer zur WM 2018 nochmal in der Nationalelf zum Einsatz kommt erscheint mehr als fraglich. Falls ja steht aber sicher auch für ihn fest: Dies wäre seine letzte Chance auf einen Titel mit der Nationalelf.

Fazit zu Wayne Rooney – Eine Legende, die sich nur schwer in Zahlen begreifen lässt

Abschließend über Wayne Rooney zu urteilen ist wichtig. Auf der einen Seite sind da die Titel. Diese sind beeindruckend. Die reinen Berichte zu seiner Karriere allerdings nicht so sehr, wie es der Kult um den Spieler vermuten lässt. Spektakuläres lässt sich hier nur schwer transportieren.

Meiner Ansicht nach muss man Wayne Rooney zu seiner guten Zeit erlebt haben, will man den Spieler und den Hype um ihn begreifen. Wie er sich opferte, trotz seiner Rückenschmerzen, wie er manch legendären Torschuss setzte. All jene Dinge lassen sich in Schrift kaum vermitteln. Wayne Rooney und seine Legende leben von den Bildern, die er uns über die Jahre seiner Karriere bescherte. Diese machen ihn bis heute zum Musterbeispiel für britischen Einsatz im Fußball.

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